Joel Schenk aus Holpe vertritt Bodo Löttgen im Landtag

Interessen vertreten, Kompromisse schließen, Entscheidungen treffen – das waren die Aufgaben, denen sich Joel Schenk in der vergangenen Woche stellt. Dazu hatte sich der 18-Jährige aus dem Morsbacher Ortseil Holpe auf den Weg nach Düsseldorf gemacht. Bis Samstag war er einer von 195 Jugendlichen, die während des 11. Jugend-Landtags Nordrhein-Westfalen die Plätze der Abgeordnete einnahmen. Drei Tage lang erlebten die 16- bis 20-Jährigen parlamentarische Prozesse und Abläufe hautnah: Sie nahmen an Fraktions- und Ausschusssitzungen teil, hörten Expertinnen und Experten an und debattierten gemeinsam im Plenum. In diesem Jahr befassten sie sich mit den Leitthemen „Digitalisierung von Schulen und Hochschulen“ und „Gegen Rassismus und Rechtsextremismus in der Polizei“.

Schenk selbst ist Mitglied der Jungen Union sowie der CDU in Morsbach und brachte seine Ideen im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend ein: „Besonders gefällt mir die Möglichkeit, mit Kollegen aber auch politisch Andersdenkenden zu diskutieren. Es ist für mich ein Privileg, diese Debatten im Plenum selbst führen zu dürfen. Hier möchte ich mich vor allem für die Interessen von Kindern einsetzen, denen als schwächstes Glied unserer Gesellschaft besonderer Schutz zukommen muss.“

Der oberbergische Abgeordnete und Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Bodo Löttgen zeigte sich sichtlich erfreut über den Tatendrang seines Jugend-Stellvertreters: „Ich freue mich, mit Joel Schenk einen so engagierten und interessierten Vertreter im Jugend-Landtag stellen zu dürfen, der mit klaren Überzeugungen und sozialem Kompass oberbergische Interessen und die seiner Generation gleichermaßen hervorragend vertreten kann.“

Hintergrund:

Das Programm startete am Donnerstag mit einem Demokratietraining der Landeszentrale für politische Bildung. Der Ablauf des Jugend-Landtags Nordrhein-Westfalen orientiert sich an der Arbeitsweise des Landesparlaments: Die Themen werden zunächst in den Fraktionen beraten und es finden Anhörungen von Sachverständigen statt. Die Anträge werden daraufhin in den Ausschüssen debattiert und schließlich in der Plenarsitzung abgestimmt – samt echter Reden vor vollbesetztem Plenum.